Biographien

Biographien ausgewählter Familienmitglieder


Ausgewählte Biographien

  • Philipp Neeb (*1884 - †1940) Als Philipp Neeb am 15. Februar 1884 in Darmstadt, Hessen, geboren wurde, waren sein Vater Georg 35 und seine Mutter Katharina 29 Jahre alt. Er hatte eine Tochter Franziska, geboren ...
    Veröffentlicht um 21.04.2017, 11:36 von Christoph von Gamm
  • Friedrich-Ludwig von Gamm (*1889 - †1964) Als Friedrich-Ludwig v. Gamm am 7. Oktober 1889 in Hannover geboren wurde, war sein Vater Otto-Friedrich Christoph Johann 37 Jahre alt und seine Mutter Camilla Sidonie geb. Lauterbach ...
    Veröffentlicht um 21.04.2017, 08:11 von Christoph von Gamm
  • Otto-Friedrich Christoph Johann von Gamm (*1852 - †1923) Als Otto Friedrich Christoph Johann am 23.9. 1852 in Jettchenshof bei Malchin geboren wurde, war sein Vater Ludwig Ulrich Otto 33 Jahre alt und seine Mutter Caroline Johanne Friederika ...
    Veröffentlicht um 21.04.2017, 08:12 von Christoph von Gamm
  • Eva-Maria Charlotte v. Gamm, geb Neeb (* 1933 - † 2017) Als Eva-Maria Charlotte Neeb am 29. Januar 1933 in München, Bayern, geboren wurde, war ihr Vater Philipp 48 und ihre Mutter Therese 35 Jahre alt. Sie heiratete Otto-Friedrich ...
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  • Christoph Otto Philipp von Gamm (*1970) Christoph v. Gamm ist 1970 als Sohn von Otto-Friedrich von Gamm und seiner Frau Eva-Maria von Gamm geb. Neeb in München geboren und studierte nach seinem Grundwehrdienst in ...
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  • Christoph Otto von Gamm (*1721– † 1796) Christoph Otto von Gamm wurde am 19. Januar 1721 in Göhren, Mecklenburg geboren als ein Sohn von Paul Otto von Gamm († 24. Oktober 1756). Sein Vater Paul war 30 Jahre ...
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  • Otto-Friedrich Knese-Grin von Gamm (*1923 - † 2001) Als Otto-Friedrich Knese-Grin von Gamm am 30. November 1923 in Schwerin, Mecklenburg, geboren wurde, war sein Vater Friedrich-Ludwig 34 und seine Mutter Wera 28 Jahre alt. Er ...
    Veröffentlicht um 21.04.2017, 08:05 von Christoph von Gamm
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Philipp Neeb (*1884 - †1940)

veröffentlicht um 21.04.2017, 08:02 von Christoph von Gamm   [ aktualisiert: 21.04.2017, 11:36 ]


Als Philipp Neeb am 15. Februar 1884 in Darmstadt, Hessen, geboren wurde, waren sein Vater Georg 35 und seine Mutter Katharina 29 Jahre alt. Er hatte eine Tochter Franziska, geboren 1924, die Mutter starb 1926. 

Er heiratete im Jahr 1927 die Industriellentochter Therese Wilhelmine Peters, und sie hatten zusammen eine Tochter, Eva-Maria Charlotte, geb. 1933. 

Philipp Neeb arbeitete als Oberingenieur und Architekt bei der Hochtief AG und war maßgeblich während des Baubooms der 30er Jahre mit planenden und leitenden Bauaufgaben in München und Umgebung beschäftigt, unter anderem arbeitete er an der Autobahn München-Salzburg, am Haus der Kunst und an der Zugspitzbahn. 

Nebenbei schuf er das Familienhaus Neeb 1935-1936 in der Bruckmannstraße 15 in München. 

Er starb leider sehr früh im 1940 in München, Bayern, im Alter von 56 Jahren in Folge eines Blinddarmdurchbruchs.
Philipp Neeb
 (*1884 - †1940) 













Haus Bruckmannstrasse 15, München















Friedrich-Ludwig von Gamm (*1889 - †1964)

veröffentlicht um 19.04.2017, 01:59 von Christoph von Gamm   [ aktualisiert: 21.04.2017, 08:11 ]


Als Friedrich-Ludwig v. Gamm am 7. Oktober 1889 in Hannover geboren wurde, war sein Vater Otto-Friedrich Christoph Johann 37 Jahre alt und seine Mutter Camilla Sidonie geb. Lauterbach ebenso 37 Jahre alt. Die Kindheit Friedrich-Ludwigs war durch die Offizierskarriere seines Vaters geprägt, er ist dann auch Offizier geworden und war zum Ende des 1. Weltkriegs Oberleutnant. Nach dem ersten Weltkrieg bis zur Heirat mit seiner Ehefrau lebte er mit seinen Eltern in Schwerin in der Münzstraße 2, hierzu gibt es einige Aufzeichnungen aus Volkszählungsakten, u.a. von 1900 und 1919. Seine Frau Wera Alexandrownja Dejanoff-Schamscheff lernte er nach dem 1. Weltkrieg kennen; Wera floh aus dem revolutionären Rußland zusammen mit ihrer Tochter Iria (*1916), die er adoptierte. Mit Wera hatte er zusammen zwei Kinder, Guidda Allburg Mechtild Marina (*1922 - 1999) und Otto-Friedrich Knese Grin (*1923 - 2001)

Ab 1925 siedelte die Familie von Friedrich-Ludwig in Bad Harzburg an, wo er zwischenzeitlich eine Generalvertretung der Allianz Versicherung betrieb und seine Ehefrau in der Villa Westend eine Haushaltsschule für höhere Töchter. Ab ca. 1936 trat Friedrich-Ludwig, dann als Major wieder in die Wehrmacht ein,  der er über den Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten sehr verbunden geblieben war. Mit der Expansion Deutschlands wurde Friedrich-Ludwig v. Gamm zuerst nach Salzburg (1938) und später ab 1940 nach Prag versetzt, wo er im Bereich der Abwehr tätig war. Nach dem Krieg siedelte er in Karlsruhe, später in München an, wo er 1964 im Alter von 74 Jahren verstarb. 
Friedrich Ludwig v. Gamm
 (*1889 - †1964) 

















Otto-Friedrich Christoph Johann von Gamm (*1852 - †1923)

veröffentlicht um 19.04.2017, 01:35 von Christoph von Gamm   [ aktualisiert: 21.04.2017, 08:12 ]


Als Otto Friedrich Christoph Johann am 23.9. 1852 in Jettchenshof bei Malchin geboren wurde, war sein Vater Ludwig Ulrich Otto 33 Jahre alt und seine Mutter Caroline Johanne Friederika, geb. v. Passow 34 Jahre alt. Er hat zwei Geschwister, Johanna Friederica Carolina (*1852) und Friedrich Ludwig Otto (* 1855)

Im Jahr 1885, mit 32 Jahren heiratete er die aus Dresden stammende Camilla Sidonie Lauterbach (* 1851), die als Mitgift drei stattliche Mietshäuser in der Dresdner Altstadt nach Tod ihrer Eltern eingebracht hatte. *)

v. Gamm wurde wie seine Vorfahren Offizier. Aufgrund seiner Offizierstätigkeit ist er insbesondere in Preußen häufiger von Garnisonsort zu Garnisonsort gewechselt, unter anderem war er im Jahr 1889 in Hannover anzutreffen, wo sein Sohn Friedrich-Ludwig geboren wurde. Des weiteren hatte er drei Töchter: Eleonore Sidonie Marie (*1886-1966), Raphaele Friederike Sidonie (*1888-1979).

In seinen späteren Jahren führte ihn seine Offizierstätigkeit - dann als Oberstleutnant nach Großpolen, wo er Ortskommandant von Kalisch wurde. Er starb im Jahr 1923 im Familienhaus in Schwerin in der Münzstraße 2 mit 71 Jahren. 



*) Diese drei Mietshäuser wurden am 19. Januar 1945 von britischen Fliegern weggebombt, etwa 100 Menschen sind dabei ums Leben gekommen, alleine da. 


Otto-Friedrich Christoph Johann v. Gamm war im 1. Weltkrieg noch 
einmal als Ortskommandant im Rang eines Oberstleutnants tätig - hier in Kalisch, Großpolen. 












Eva-Maria Charlotte v. Gamm, geb Neeb (* 1933 - † 2017)

veröffentlicht um 18.04.2017, 02:05 von Christoph von Gamm   [ aktualisiert: 21.04.2017, 08:07 ]


Als Eva-Maria Charlotte Neeb am 29. Januar 1933 in München, Bayern, geboren wurde, war ihr Vater Philipp 48 und ihre Mutter Therese 35 Jahre alt. Sie heiratete Otto-Friedrich Knese-Grin von Gamm am 28. August 1968 in ihrem Heimatort. Sie hatten während ihrer Ehe zwei Kinder, Christoph (*1970) und Eva-Irina (*1971). 

1961 wurde Eva-Maria Neeb zur Rechtsanwältin zugelassen, 1967 wurde ihr nach erfolgreich absolvierter Promotion der Dr. iur. utr. verliehen und arbeitete als Rechtsanwältin bis 2003, zuletzt ehrenamtlich als Eiskunstlaufobmann des Bayerischen Eissportverbands. 

Nach einer erfolgreichen Karriere als Paarläuferin im Eiskunstlauf, wo sie unter anderem mehrfach Bayerische Meisterin, Deutsche Vizemeisterin und Teilnehmerin an den Eiskunstlauf Europameisterschaften 1956 in Paris war sie von 1954 bis 2000 als Preisrichterin im Eiskunstlauf tätig, unter anderem bei den Weltmeisterschaften in Lake Placid, NY, Ottawa, Tokio und bei den olympischen Spielen in Lake Placid sowie bei zahhlosen deutschen und internationalen Wettbewerben. 

Frfr. v. Gamm verstarb am 3. April 2017 in München, im Alter von 84 Jahren.
Eva-Maria Charlotte v. Gamm, geb. Neeb

Christoph Otto Philipp von Gamm (*1970)

veröffentlicht um 15.04.2017, 09:55 von Christoph von Gamm   [ aktualisiert: 21.04.2017, 11:40 ]


Christoph v. Gamm ist 1970 als Sohn von Otto-Friedrich von Gamm und seiner Frau Eva-Maria von Gamm geb. Neeb in München geboren und studierte nach seinem Grundwehrdienst in der Bundesluftwaffe in Pinneberg und Freising - Radarführungsabteilung 24 - Elektrotechnik und Informationstechnik an der TU München. Dies schloß er 1995 nach neun Semestern erfolgreich als Diplom-Ingenieur Unv. ab. Sofort darauf trat er in die IBM ein, wo er zahlreiche Aufgaben erfolgreich erledigte, unter anderem ab 1995 als Pressereferent für das Software-Business, 1997 als Communications Manager EMEA für das Storage-Geschäft, 2000 als Leiter Kommunikation für europaweite Forschung und Entwicklung sowie 2001 als EMEA Sales Leader für das Storage- und Hardware-Geschäft im Bereich Telekommunikation, Medien und Energieversorger. Hierbei war er mit zahlreichen Reisen international unterwegs. Ab 2003 wurde v. Gamm in die Schweiz versetzt um dort die Gesamtverantwortung für das Telekommunikationsgeschäft der IBM zu leiten. Nebenbei absolvierte er ein MBA Studium an der Open University Business School in Milton Keynes sowie eine Executive-Ausbildung an der INSEAD in Fontainebleau. Von 2006 von 2008 leitete von Gamm auf Europaebene strategische Dealteams und baute das Strategic Value Creation Team (SVCT) auf. Ab Mai 2008 war von Gamm Director of Business Development der Capgemini Schweiz AG in Zürich und dort in der Geschäftsleitung sowie Stiftungsratspräsident der Pensionskasse. Hier führte er die Capgemini Schweiz aus einer Restrukturierungssituation hin zu neuen Geschäften und schloß Geschäfte im zweistelligen Millionen-Franken-Bereich ab. Im April 2011 wurde er zum Dr. phil. an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) mit dem Thema "Multi-national and intercultural services organisations and the integration inf ront of global clients" promoviert.


Ab Mai 2012 startete von Gamm sein eigenes Geschäft, das vonGammCom Global Institute for Change. Frhr. Dr. Christoph von Gamm, CEO des vonGammCom Global Institute for Change berät hierbei Firmen und Organisationen zum Thema Veränderungen, Unternehmensstrategie und Selektion von Führungspersonal sowie im Umgang mit Öffentlichkeit, Medien und Politik. Er begleitet exponierte Führungspersönlichkeiten in Bezug auf ihre Positionierung und Reputation. Als vormaliger langjähriger Manager im IT Services und Outsourcing-Umfeld ist er interdisziplinär vernetzt: Er kennt die Eigenheiten der Services- und Outsourcingszene, der internationalen Businesswelt und ist einer der Vorreiter der "Digitalen Transformation". Seine persönliche Website kann unter http://www.christophvongamm.de gefunden werden. Chr. v. Gamm spricht Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und ein wenig Russisch.

Schwerpunkte:

  • Strategieberatung

  • Executive Search

  • Big Deal Making und Sales Leadership Services

  • Outsourcing Advisory,

  • Turnaround-, Reputations- und Krisenmanagement


Dr. von Gamm ist sozial engagiert, zum einen über Rotary International, wo er im Rotary-Club München-Bogenhausen aktive Gemeindienste leistet. Bis Mitte 2015 war er im Rotary Club Zürich-Bellerive aktiv. Im Jahr 2016 hat von Gamm die Gesellschaft für Deutsche Kultur e.V. gegründet, zu deren Gründungspräsident er gewählt wurde. Zum anderen betätigt sich Dr. von Gamm als Alumnus Mentor für junge Studenten an der Technischen Universität München.  Darüber hinaus arbeitete er bis Ende 2013 er als freiwilliger Coach in der OPA-Stiftung in Zürich, um dort Jugendlichen bei Lehrstellensuchen zu helfen und damit einen Schritt für diese zu einem besseren Leben zu ermöglichen.


Kontakt

Christoph O.-Ph. v. Gamm

Christoph Otto von Gamm (*1721– † 1796)

veröffentlicht um 15.04.2017, 09:41 von Christoph von Gamm   [ aktualisiert: 18.04.2017, 07:59 ]


Christoph Otto von Gamm wurde am 19. Januar 1721 in Göhren, Mecklenburg geboren als ein Sohn von Paul Otto von Gamm († 24. Oktober 1756). Sein Vater Paul war 30 Jahre alt und seine Mutter Christina-Charlotte 35 Jahre alt. Er heiratete Luise Henriette von Drieberg, sie hatten zusammen einen Sohn. Er heiratete dann Florine Luise Leopoldine von Below, und sie hatten zusammen fünf Kinder. 

Er studierte an den Universitäten Jena und Halle. 1743 wurde er Kanzleisekretär in Kopenhagen. Noch im gleichen Jahr wurde er dänischer Legationssekretär in Madrid. 1747 wurde er Justizrat bei der dänischen Gesandtschaft in Stockholm. 1757 wurde er dänischer Landdrost in Delmenhorst. 1764 wurde er dänischer Kammerherr und war bis 1766 Deputierter des Engern-Ausschusses. Er wurde mit den Dannebrogorden der Ritterklasse bedacht. 1767 wurde er schließlich zum mecklenburg-strelitzschen Geheimen Rat berufen, 1769 zum Präsidenten der Justiz-Canzlei in Strelitz und schließlich um 1785 zum Präsidenten des Geheimen Rats und obersten Regierungsbeamten des (Teil-) Herzogtums Mecklenburg-Strelitz.

Gamm besaß und bewirtschaftete die Güter Göhren, Karow und Käselow sowie anteilig Poppentin. Sein Sohn, Friederich Ludwig Otto von Gamm, wurde Kammerherr. Seine Tochter Sophia Louisa Wilhelmina wurde am 7. August 1786 unter der Nr. 641 ins Einschreibebuch des adeligen Damenstift im Kloster Dobbertin eingetragen.Seine Arbeiten zur Genealogie des Adels in Mecklenburg, die er 1772 begann und die an seinem Lebensabend annähernd 600 bearbeitete Geschlechter umfassten, sind ein bedeutendes Werk, das durch Zutun von Großherzog Friedrich Franz I. ins Großherzogliche Archiv in Schwerin gelangte. Conrad Lüder von Pentz war ein Pendant, mit dem er in regem Austausch stand.

Er starb am 25. Mai 1796 in Güstrow, Mecklenburg-Vorpommern, nach einem langen Leben im Alter von 75 Jahren.

Literatur

  • Georg Christian Friedrich Lisch: Christoph Otto von Gamm. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 29 (1864), S. 44-46 (Volltext)
  • Wolf Lüdeke von Weltzien: Familien aus Mecklenburg und Vorpommern. Band 1. Buch & Bild Verlag, Nagold 1989. S. 19

Werke

  • Georg Christian Friedrich Lisch [Hrsg.]: Verzeichniß des meklenburgischen Adels von dem meklenburg=strelitzischen Minister Christoph Otto von Gamm, redigirt um das J. 1775. [= Vorwort]. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 11 (1846), S. 423-426 (Volltext)
  • Christoph Otto von Gamm: Verzeichniß der in denen Herzogthümern Meklenburg ausgestorbenen Geschlechter, nebst Anzeige der Zeit, wann sie erloschen sind, und was sie für Wapens gehabt haben. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 11 (1846), S. 427-475 (Volltext)
  • Pritzbuer-Gamm: Mecklenburgische Adelsgeschlechter. Zweite Auflage, Neustrelitz: Gundlach 1894 (Digitalisat)
Weitere Informationenhttps://de.wikipedia.org/wiki/Christoph_Otto_von_Gamm

- mit freundlicher Unterstützung durch einige Autoren bei Wikipedia - 

Christoph Otto v. Gamm (*1721– † 1796)

Otto-Friedrich Knese-Grin von Gamm (*1923 - † 2001)

veröffentlicht um 15.04.2017, 07:38 von Christoph von Gamm   [ aktualisiert: 21.04.2017, 08:05 ]


Als Otto-Friedrich Knese-Grin von Gamm am 30. November 1923 in Schwerin, Mecklenburg, geboren wurde, war sein Vater Friedrich-Ludwig 34 und seine Mutter Wera 28 Jahre alt. Er hatte zwei Töchter mit seiner ersten Frau Elisabeth Hufnagel - Gabriele (*1948) und Elisabeth (*1952) und einen Sohn Christoph (*1970) und eine Tochter Eva-Irina (*1971) mit seiner zweiten Frau Eva-Maria geb. Neeb. Er starb im 2001 in Baden-Baden, Baden-Württemberg, im Alter von 78 Jahren. 
Otto-Friedrich v. Gamm wuchs in der Berufsoffiziersfamilie von Gamm auf, weshalb seine Kindheit von häufigen Ortswechseln geprägt war. Im Jahre 1940 legte er sein Abitur ab und leistete anschließend den verpflichtenden Reichsarbeitsdienst sowie den Wehr- und Kriegsdienst. 1945 geriet er als Leutnant in US-amerikanische Kriegsgefangenschaft, aus der er im Herbst 1946 entlassen wurde. Anschließend ließ er sich in München nieder und begann an der Universität Würzburg ein Studium der Rechtswissenschaft, das er 1950 nach sieben Semestern mit der ersten Staatsprüfung abschloss. Drei Jahre später bestand er die zweite Staatsprüfung. Zudem wurde er 1962 bei Friedrich August von der Heydte über ein wettbewerbsrechtliches Thema zum Dr. jur. utr. promoviert.

1954 trat er eine Stelle als Gerichtsassessor beim Landgericht München I an. Bereits hier war er fast ausschließlich mit dem gewerblichen Rechtsschutz und dem Urheberrecht beschäftigt. Zwei Jahre später wurde er zum Landgerichtsrat ernannt, und 1965 wurde er zum Direktor des Landgerichts München I befördert. 

Während seiner Zeit am Landgericht war er einige Jahre Vorsitzender einer für gewerblichen Rechtsschutz, Urheberrecht und Kartellrecht zuständigen Kammer.Im Jahre 1970 erfolgte seine Berufung an den Bundesgerichtshof. Hier gehörte er dem I. Zivilsenat an, dessen Zuständigkeit sich auf das Urheber-, Wettbewerbs- und Warenzeichenrecht erstreckte. Seit 1973 war er zugleich Mitglied im Kartellsenat. 1978 habilitierte er sich über „Immaterialgüterrechte und Leistungsschutz im EWG-Kartellrecht“. 

Im Juli 1978 wurde ihm der Vorsitz des I. Zivilsenates übertragen. Nachdem er zuvor schon als Privatdozent an den Universitäten in Würzburg und Heidelberg gelehrt hatte, wurde er 1985 an der Universität Heidelberg zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Mit Erreichen des Ruhestandsalters schied er im November 1990 aus dem Bundesgerichtshof aus. Aus diesem Anlass wurde er mit einer Festschrift geehrt. Anschließend betätigte er sich als Rechtsanwalt. Gamm gehörte einer vom Bundesministerium der Justiz eingesetzten Sachverständigen-Kommission für den gewerblichen Rechtsschutz und für das Urheberrecht, dem Kuratorium des in München ansässigen Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Patent-, Urheber- und Wettbewerbsrecht und dem Gesamtvorstand der Deutschen Vereinigung für gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht sowie den einschlägigen Fachausschüssen für Wettbewerbs- und Warenzeichenrecht und für Urheberrecht an. Zudem führte er den Vorsitz der gemäß dem Urheberrechtswahrnehmungsgesetz gebildeten Schiedsstelle. Freiherr von Gamm wurde auf dem Waldfriedhof in München beigesetzt.

- mit freundlicher Unterstützung durch einige Autoren bei Wikipedia - 

Werk

Die erste Publikation von Gamm aus dem Jahre 1957 befasste sich mit den „Grundfragen des Filmrechts“. In der Folgezeit erschienen zahlreiche Einzeldarstellungen und Monographien zu verschiedenen Rechtsmaterien, beispielsweise zum Kartellrecht im EWG-Bereich (1961 und 1969), zum Wettbewerbsrecht (1964), zum Warenzeichengesetz (1965), zum Geschmacksmusterrecht (1966 und 1989), zum Urheberrechtsgesetz (1968), zum Handelsrecht (1970) und zum Kartellrecht (1979 und 1990). Im Jahre 1987 veröffentlichte er eine systematische Gesamtdarstellung des Wettbewerbs- und Wettbewerbsverfahrensrechts. Im Reimer'schen Kommentar übernahm er die Erläuterung des Wettbewerbsrechts (1972), in der Reihe „Heymanns Taschenkommentare“ erschien von ihm eine Kommentierung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (1975, 1981 und 1993).

  • von Gamm, Otto-Friedrich: Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, 3. erw. Auflage, Heymann, Köln, 1994 [1]
  • von Gamm, Otto-Friedrich: Kartellrecht, 2. erw. und üb. Auflage, Heymann, Köln, 1990 [2]
  • von Gamm, Otto-Friedrich: Geschmacksmustergesetz - - München : Beck, 1989, 2., neu bearb. u. erw. Aufl.
  • von Gamm, Otto-Friedrich: Aktuelle Änderungen und neuere Rechtsprechung zum Geschmacksmusterrrecht Köln : Verl. Kommunikationsforum, 1988
  • von Gamm, Otto-Friedrich: Neuere höchstrichterliche Rechtsprechung zum Warenzeichenrecht - Köln : Kommunikationsforum Recht, Wirtschaft, Steuern, Tagungs- u. Verl.-Ges., 1988, 3., neubearb. Aufl.
  • von Gamm, Otto-Friedrich: Neue höchstrichterliche Rechtsprechung zum Wettbewerbsrecht (UWG) - Köln : Kommunikationsforum Recht, Wirtschaft, Steuern, Tagungs- u. Verl.-Ges., 1987, 5., neubearb. Aufl.
  • von Gamm, Otto-Friedrich: Neuere höchstrichterliche Rechtsprechung zum Wettbewerbsrecht (UWG) - Köln : Kommunikationsforum Recht, Wirtschaft, Steuern, 1986, 4., neubearb. Aufl.
  • von Gamm, Otto-Friedrich: Neuere Rechtsprechung zum Wettbewerbsrecht - [Frankfurt (Main)] : [Wertpapier- Mitteilungen], 1986
  • von Gamm, Otto-Friedrich: Neuere höchstrichterliche Rechtsprechung zum Warenzeichenrecht - Köln : Kommunikationsforum Recht, Wirtschaft, Steuern, Tagungs- u. Verl.-Ges., 1985, 2., neubearb. Aufl.
  • von Gamm, Otto-Friedrich: Neuere höchstrichterliche Rechtsprechung zum Wettbewerbsrecht (UWG) - Köln : Kommunikationsforum Recht Wirtschaft Steuern, 1985, 3., neubearb. Aufl.
  • von Gamm, Otto-Friedrich: Neuere Rechtsprechung zum Wettbewerbsrecht [Frankfurt (Main)] : [Wertpapier-Mitteilungen], 1984
  • von Gamm, Otto-Friedrich: Neuere höchstrichterliche Rechtsprechung zum Wettbewerbsrecht (UWG) - Köln : Kommunikationsforum Recht, Wirtschaft, Steuern, 1983, 2., neubearb. Aufl.
  • von Gamm, Otto-Friedrich: Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb - Köln : Heymann, 1981, 2., erw. Aufl., Stand: 20. September 1981
  • von Gamm, Otto-Friedrich: Neuere höchstrichterliche Rechtsprechung zum Warenzeichenrecht - Köln : Kommunikationsforum Recht, Wirtschaft, Steuern, Tagungs- u. Verl.-Ges., 1980
  • von Gamm, Otto-Friedrich: Kartellrecht - Köln, Berlin, Bonn, München : Heymann, [1979]
  • von Gamm, Otto-Friedrich: Neuere höchstrichterliche Rechtsprechung zum Wettbewerbsrecht (UWG) - Köln : Kommunikationsforum Recht, Wirtschaft, Steuern, Tagungs- u. Verl.-Ges., 1979
  • von Gamm, Otto-Friedrich: Wettbewerbsrechtliche Nebengesetze - Köln, Berlin, Bonn, München : Heymann, 1977, Stand: 1. Februar 1977
  • von Gamm, Otto-Friedrich: Handelsrecht - [München] : Deutscher Taschenbuch-Verlag, 1976, 2., neubearb. Aufl., Stand: 1. April 1976.
  • von Gamm, Otto-Friedrich: Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb - Köln, Berlin, Bonn, München : Heymann, 1975, Stand: 1. Jan. 1975.

Literatur

  • Willi ErdmannHans-Kurt MeesHenning PiperOtto TeplitzkyWolfgang HefermehlPeter Ulmer (Hrsg.): Festschrift für Otto-Friedrich Frhr. v. Gamm. Heymann, Köln u. a. 1990, ISBN 3-452-21880-5.
  • Rudolf NirkOtto-Friedrich Frhr. v. Gamm zum 70. Geburtstag. In: Neue Juristische Wochenzeitung 1993, S. 3124f.
  • Rudolf Nirk: Otto-Friedrich Frhr. v. Gamm zum 75. Geburtstag. In: Neue Juristische Wochenzeitung 1998, S. 3628.
  • Rudolf Nirk: Otto-Friedrich Freiherr von Gamm †. In: Neue Juristische Wochenzeitung 2001, S. 1774.
  • Willi Erdmann: Otto-Friedrich Frhr. v. Gamm †. Otto-Friedrich Frhr. v. Gamm zum Gedenken. In: Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht 2001, S. 457f.
  • Nadine Drönner: Otto-Friedrich Freiherr von Gamm (1923-2001). In: Simon Apel, Louis Pahlow, Matthias Wießner (Hrsg.): Biographisches Handbuch des Geistigen Eigentums, Mohr Siebeck, Tübingen 2017, S. 100-105.

Weblinks

Otto-Friedrich Knese Grin v. Gamm

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